Freunde des vollen Mondes

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Tango in Pommern…?

Karl Otto von Bismarck wollte den Weltuntergang gerne von Pommern aus betrachten, weil hier bekanntlich alles hundert Jahre später passiert.
Gemessen an der jüngeren Tangogeschichte in Deutschland, haben die Pommern aber ganz schön Gas gegeben. Außer einem gut besuchten Tangosalon, mehreren regelmäßigen Tango-Events und Workshops, einigen echten Tangokindern und jeder Menge Tangobeziehungskisten hat unser Landstrich auch eine klingende Tangokommune hervorgebracht, die längst weit über die Region hinaus auf sich aufmerksam gemacht hat. Anfangs noch sehr nordisch, insbesondere finnisch geprägt, begann die Kommune mit der Zeit zu reifen, holte sich einen argentinischen Mentor aus Berlin und ist inzwischen längst stilsicher beim argentinischen Tango gelandet. Das Sextett spielt klassischen argentinischen Tango, experimentiert im Tango Nuevo und hat vor allem durch die postmodernen Kompositionen seines Pianisten einen ganz besonderen Klang entwickelt. Treu geblieben sind die Musiker den tragischen Melodien der Finnen – ihr Lieblingstango heißt „Täysikuu“ - Vollmond, und gab der Band ihren Namen.

In Pommern geht die Welt halt besonders schön unter...